Aus Luttach
Aus Weißenbach
Ja, ja, der Mitterbach, das Kleinod von Weißenbach. Schön ist es da. Und natürlich antrisch, wenn man ordentlich danach sucht. Und wieder spielt ein Loch eine wesentliche Rolle. Und so lange Haare, wie man sich es kaum vorstellen kann.
Die antrische Dirn
Aus H. Fink, Verzaubertes Land
Am Weg von Weißenbach zur Tristenbachalm hielten sich in einem Felsloch Antrische Frauen auf. Eine von ihnen war ein schlankgewachsenes Mädchen, dem die Haare über den Rücken bis zu den Kniekehlen herabhingen. In der Einsamkeit des Bergwerkslebens flüchtete die Schöne ins Dorf, um an einem Hof Arbeit anzunehmen. Sie wollte nur um Brot und Unterkunft dienen, niemal aber nach ihrer Herkunft befragt werden. Als aber die Bäuerin sie trotzdem versuchte sie nach ihrer Abstammung auszuhorchen, wandte sich die Antrische ab und kehrte weinend in ihr Felsloch zurück
Die Schätze in Weißenbach
aus J. Adolf Heyel, Sagen aus Tirol 1897 S. 641
Nach einer alten Sage zieht sich eine Goldader von der Mitterbacheralm bis zur Alm im Trattenbach. Auf einer Wiese in der Weißenbacher Alm ist ein Schatzloch. Da war es, dass die Hüterbuben einmal den Schatz herausgraben wollten. Als sie schon auf eine Platte stießen. Unter welcher der Schatz liegen musste, schrei es von weitem: „Die Kühe walgen ab! Die Kühe walgen ab!“
Die Hirten liefen entsetzt auf die Weide zu den Kühen, sahen aber zu ihrem Erstaunen, dass diese alle unversehrt weideten, keine einzige war abgekugelt. Wie sie nun wieder zum Schatzloch zurückkehrten, fanden sei die Platte und das Loch nicht mehr vor.
Aus St. Johann
Aus Steinhaus
Aus St. Jakob
Aus St. Peter
Ein Rücken, gut gerundet. Eine Steinformation, die irgendwie so ganz anders wirkt, wie alles, was da sonst so rumliegt. Ein Wunder ist das nicht, denn immerhin bekommen wir es auf dieser Tour oberhalb von St. Peter mir Riesen zu tun. Wer sonst könnte so etwas schaffen…
Das Riesengrab auf dem Sam
aus Leander Petzold, Sagen, Märchen und Schwänke aus Tirol
Das hat mir meine Mutter erzählt.
Da oben über St. Peter ist ein Bergrücken, da heißt man`s „afn Sam“ dort haben die Petereggbaueren ihr Bergweisen. Und auf dem Sam, da ist noch ein Bergrücken, den heißt man Faden.
Einst sollen hier zwei Reisen gelebt haben. Der eine auf der Schattenseite, der andere auf der Sonnenseite des Tales. Und es war nur eine Riesen da, und beide hatten diese gern. Die Riesen sind so groß gewesen, dass sie mit einem Schritt über`s Tal gehen konnten.
Eines Tages sind die Beiden wegen der Riesin ins Raufen gekommen. Ausgerechnet der Riese, den die Riesin nicht mochte, hat den, den sie gern hatte überwältigt. Der geliebte Riese wurde auf dem Sam begraben. Der Bergrücken hat die Form wie ein langes Grab und ist eine halbe Stunde lang.
Auf dem Bergrücken soll die Geliebte gesessen haben und soll so geweint haben, dass darunter ein See entstanden ist. Das Gebiet heißt Notfeld und die Lacke heißt heute Notfeldlacke.
Das antrische Loch auf dem Sam
aus Leander Petzold, Sagen, Märchen und Schwänke aus Tirol
Oben auf dem Sam, oberhalb von St. Peter auf dem „Zirma,“ liegt ein kleiner See, die „Seala Locke.“In der Nähe führt ein Antrisches Loch in den Berg. Dort lebten früher die Antrischen Leute. Brauchten die antrischen Leute Milch, so stellten sie kleine Schüsselchen vor die Almhütten. Erhielten sie diese, so beschenkten sie die Senner mit kleinen „Goldbrecklan.“ Einmal aber belauschen die Antrischen Leute die Bauern, wie sie um kleine, belanglose Dinge stritten. Das verdross sie so sehr, dass sie den Sam mit den Worten „Die Welt ist voller Neid und Hass, man tretet gar ins hohe Gras“ für immer verließen.
Aus Prettau
Projekt getragen von:
Geschichtsverein Ahrntal
Bildungsausschüssen Ahrntal
Bildungsausschuss Prettau
Gemeinde Ahrntal
Gemeinde Prettau
in Zusammenarbeit mit
Vereinen aus der Gemeinde Ahrntal und Prettau