Wanderung zum Bloßenberg
Start:
Bruggnwirt (Hotel Adler), St. Johann
Ziel:
Antrische Löcher am Bloßenberg
Strecke:
3,7 km
Höhenunterschied:
580hm
Schwierigkeit:
mittel
Wegbeschreibung:
Auf der Zufahrtsstraße zum Moaregger Hof gehen wir bis zur Kehre, dann über den ausgetretenen Feldweg in den nahen Wald. Dort angekommen entdecken wir gleich unterhalb des Weges größere Granitblöcke, gebrochene Steine, Spuren der Vergangenheit, wo das Material noch händisch verarbeitet wurde. Keiltaschen und behauene Reststücke zeugen davon. Wir durchschreiten den Waldgürtel auf dem alten, teils mit Steinen stufig angelegten Feldweg, der zum Platter Hof 1.200m führt. Riesige Findlinge und schöne Trockenmauern umsäumen den Weg. Die Hofstelle vom 15. Jhdt. liegt unterhalb der marmorartigen Platterwand. Mauerreste weisen auf alte Kalkbrennöfen hin, das Gestein tritt hier durch die Gebirgsbildung neben den Zentralgneisen des Hauptkammes zutage. Eigenartige Symbole und Gravuren sind hier zu entdecken.
Nach Besichtigung der Hofkapelle treten wir den Aufstiegsweg an, der im Wald fortgesetzt wird und zum Hof Hochlärcher 1360m führt. Ob hier schon der antrische Eingang zwischen den Steinblöcken ist lässt sich nicht sagen. Schön geschichtete Trockenmauern begrenzen den Weg hinauf zur Forststraße und durchziehen die Felder. Ursprüngliche, harte Arbeit läßt sich hier erahnen. Wir tauchen erneut in den Wald ein, vorbei an weiteren Findlingen, wo sicher schon antrische Leute hausten, gehen weiter den steileren Waldweg empor und überqueren zweimal die Schotterstraße. Die oberhalb vom Hochlärcher liegende, im Waldboden versenkte, rund ausgemauerte Fallgrube besichtigen wir beim Rückweg. Vorausgesetzt dass wir den Wolf nicht vorher begegnen.
Auf Golatsch 1520m angekommen, erschließt sich der Blick durch lockeren Föhrenbestand das Frankbachtal und hintere Ahrntal. Ein mächtig, gespaltener Felsblock weist uns nun auf der Forststraße Richtung Bloßenberg zu den geheimnisvollen Löchern im steinigen Gelände. Es ist nicht leicht die Eingänge ins Innere des Berges zu finden, da vom wilden Sturmtief gefallene Bäume noch kreuz und quer die Übersicht verhindern.